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Warum KI-Design schablonenhaft aussieht und wie du das behebst

Violetter Verlauf, zentrierter Text und drei Emojis in einer Reihe - woher der „billige“ Look kommt und wie du ihn loswirst

Warum KI-generierte Websites alle gleich und billig aussehen: Default-Verlauf, gesichtslose Schrift, zentrierter Text, Emojis. Und 4 Geschmacksprinzipien, die das beheben.

Einfach erklärt: Warum alle KI-Websites gleich aussehen

Bitte irgendeine KI: „Mach mir eine schöne, moderne Landingpage.“ In neun von zehn Fällen kommt ein und dieselbe Website zurück. Violett-blauer Verlauf oben. Überschrift zentriert. Darunter - drei identische Karten mit Raketen-Emoji, Blitz-Emoji und Schild-Emoji. Ein „Get Started“-Button. Du öffnest sie - und spürst sofort: billig. Als hätte man dir statt eines Glases aus echtem Glas einen Plastikbecher in die Hand gedrückt.

Warum passiert das? Stell dir vor: Du wirfst tausend fremde Websites in einen Hut und ziehst blind die „durchschnittliche“ heraus. Sie wird weder grauenhaft noch schön sein. Sie wird absolut gewöhnlich sein - weil sie aus dem zusammengesetzt ist, was am häufigsten vorkommt. Genau das tut die KI. Sie hat Millionen von Seiten gesehen und gibt den Durchschnitt aus - nicht das Beste, sondern das Häufigste. Und der Durchschnitt des Internets ist genau diese eine Schablone.

Ein Fließband stanzt eine Reihe identischer Websites mit violettem Verlauf aus, die letzte verlässt das Band anders
Standardmäßig stanzt die KI immer dasselbe. Geschmack ist, wenn eine Website das Band anders verlässt.

Warum du den „KI-Handschrift“-Look entfernen können solltest

Du vibecodest eine Website. Sie wird in einer Minute generiert - und sieht aus wie ein weiterer Tropfen im Ozean gleichförmiger Landingpages. Der Kunde schaut sie an und denkt: „Das hat doch nur eine KI hingeklatscht.“ Das Vertrauen sinkt. Und mit ihm der Preis deiner Arbeit.

  • Du lernst, die „KI-Handschrift“ auf den ersten Blick zu erkennen und auszuradieren.
  • Du verstehst, dass Geschmack keine angeborene Gabe ist, sondern ein paar einfache Regeln, die man von Hand anwendet.
  • Du gibst der KI präzise Anweisungen statt „mach es schön“ - und bekommst keine Schablone, sondern deinen eigenen Stil.
  • Du hörst auf, in einer Million gleicher Websites unterzugehen, und stichst heraus. Und herauszustechen heißt verkaufen.

Es liegt nicht an der „schwachen KI“. Gib derselben KI eine konkrete Richtung - und sie macht es großartig. Das Problem ist nicht das Werkzeug. Das Problem ist, dass man ihm nicht gesagt hat, was man will.

Erkennungszeichen der Schablone: KI-Design auf den ersten Blick entlarven

Die KI ist eine Mittelungs-Maschine . Bittest du um eine „moderne Website“ ohne Details, bekommst du das Häufigste aus allem, was das Modell gesehen hat. Hier sind ihre typischen Erkennungszeichen. Präge sie dir ein - danach erkennst du sie automatisch.

Violett-blauer Verlauf - Erkennungszeichen Nummer eins

Das unverkennbarste Merkmal von KI-Design. Genau dieser Übergang von Violett zu Blau - im Hintergrund oder auf dem Button. Er kommt so oft vor, dass das Gehirn ihn sofort einordnet: „Schablone“. Und es liegt nicht daran, dass der Verlauf an sich schlecht wäre. Es liegt daran, dass genau diesen Übergang schon alle gesehen haben.

Gesichtslose Schrift und zentrierter Text

Eine glatte Schrift ohne Charakter - und der gesamte Text zentriert ausgerichtet. Eine zentrierte Überschrift - okay. Aber wenn die Überschrift, ein dreizeiliger Absatz, eine Liste und Bildunterschriften alle zentriert sind, verliert die Seite ihre Achse. Das Lesen wird anstrengend. Sieht aus wie eine Präsentation aus den Nullerjahren.

Emojis statt Icons und die ewigen drei Karten in einer Reihe

Rakete, Blitz, Schild, Häkchen - Emojis in der Rolle von Icons. Bunt, stilistisch durcheinander, und jedes zerrt die Aufmerksamkeit auf sich. Dazu der unsterbliche Block „drei Karten in einer Reihe“: drei Features, drei Tarife, drei Vorteile. Nicht, weil du genau drei hast. Sondern weil die Schablone es so macht.

Wie du die Schablone loswirst: vier Geschmacksprinzipien

Geschmack ist keine Magie und keine Gabe der Auserwählten. Es sind vier Regeln, die fast immer funktionieren. Wende sie der Reihe nach an.

1. Ein Akzent - hebe nur das Wichtigste hervor

Auf dem Bildschirm sollte es eine Hauptaktion geben - und nur sie leuchtet in einer kräftigen Farbe. Alles andere dimmst du runter. Wenn alles gleichzeitig „schreit“ - greller Button, greller Banner, grelles Badge, grelles Icon -, weiß das Auge nicht, wohin es schauen soll. Die Seite verwandelt sich in einen Jahrmarkt.

Die Regel ist einfach. Entscheide, was die Person auf diesem Bildschirm tun soll - und mach nur das kräftig. Sekundäre Buttons lässt du ruhig, ohne Füllung.

2. Eigene Palette statt Default-Verlauf

Weg vom „Default“-Verlauf. Nimm eine Akzentfarbe plus ein paar neutrale - einen dunklen oder hellen Hintergrund und ein bis zwei Grautöne. Das reicht für die ganze Website. Farbe ist die Stimme der Marke. Schon ein einziger unkonventioneller Ton zieht die Website sofort weg vom „Das hat eine KI hingeklatscht“.

Eine Palette, die teuer aussieht
  • Eine Akzentfarbe für alles - Buttons, Links, Hervorhebungen.
  • Ein paar neutrale: Hintergrund und Text. Grau ist dein Freund.
  • Farbe wird dosiert wie ein Gewürz, nicht als Füllung über jeden Block gekippt.
Eine Palette, die „Schablone“ schreit
  • Violett-blauer Default-Verlauf - den haben alle schon gesehen.
  • Fünf grelle Farben auf einmal: jeder Block in seiner eigenen Farbe.
  • Regenbogen-Emojis, die die Palette ins Chaos ziehen.

3. Luft - leerer Raum, der arbeitet

Luft - das ist der leere Raum um Text und Blöcke herum. Der Anfänger fürchtet die Leere und stopft sie bis zum Rand voll. Dabei ist es gerade die Luft, die eine Website teuer wirken lässt. Gib der Überschrift Abstand nach oben und unten. Pack die Blöcke nicht auf Kante. Und zentriere nicht alles: Längerer Text wird von links nach rechts gelesen - richte ihn linksbündig aus, lass der Seite ihre Achse.

4. Details - Geschmack lebt im Kleinen

Kleinigkeiten. Einzeln bemerkst du sie nicht, aber zusammen erzeugen sie genau dieses Gefühl von „von einem Menschen gemacht“.

  • Einheitliche Abstände. Ein durchgängiges Abstandsmaß für die ganze Website (zum Beispiel alles als Vielfaches von acht), nicht „hier ein bisschen, dort etwas mehr nach Gefühl“.
  • Typografie. Ordentliche Anführungszeichen „ “, Gedankenstrich statt Bindestrich, wo es nötig ist, nicht mehr als zwei Schriften, eine lesbare Zeilenlänge.
  • Icons statt Emojis. Ein einziger Satz linearer Icons in einem Stil - und der Block sieht sofort aufgeräumt aus.
Links ein Schablonen-Screen mit Verlauf und Emojis, rechts derselbe Screen mit einem Akzent, Luft und Icons
Vorher und nachher. Dieselben Blöcke - aber ein Akzent, eigene Palette, Luft und Icons ändern alles.

Beispiel aus dem Leben: Wir reparieren den Prompt in einer Minute

Die schnellste Heilung ist, aufzuhören um „mach es schön“ zu bitten, und stattdessen die Richtung zu benennen. Vergleiche zwei Prompts für ein und dieselbe Landingpage. Der Unterschied zwischen ihnen ist die ganze Kluft zwischen Schablone und Stil.

Der Prompt, der eine Schablone liefert

Mach eine schöne, moderne Landingpage für eine App. Füge einen Verlauf, Icons und einen Block mit Vorteilen hinzu.

Der Prompt mit Geschmack: eine Richtung statt „schön“

Mach eine Landingpage für eine App in einem ruhigen Stil. Palette: dunkler Hintergrund, eine Akzentfarbe Teal, der Rest - neutrales Grau. Keine Verläufe. Ein einziger Haupt-Call-to-Action, nur er kräftig, der zweite Button - ruhig, ohne Füllung. Richte den Text linksbündig aus, nicht zentriert. Viel Luft zwischen den Blöcken. Lineare Icons in einem Stil statt Emojis. Eine Schrift, Abstände als Vielfache von acht.

Häufige Anfängerfehler im KI-Design

  • Um „mach es schön“ bitten. Für die KI ist das ein leerer Klang - sie setzt das Häufigste ein, also die Schablone. Benenne Richtung und Einschränkungen.
  • Den Default-Verlauf stehen lassen. Das erste Zeichen, an dem man die KI erkennt. Ersetze ihn durch eine Farbe oder einen flachen Hintergrund.
  • Alles zentrieren. Zentriert gehört eine kurze Überschrift. Absätze und Listen - linksbündig, sonst verliert sich die Achse und das Lesen wird anstrengend.
  • Emojis in der Rolle von Icons. Stilistisch durcheinander, bunt - sie machen den Block billig. Nimm einen Satz linearer Icons.
  • Die Leere fürchten. Ein bis zum Rand vollgestopfter Screen sieht billig aus. Luft ist kein verschwendeter Platz, sondern ein Zeichen teuren Designs.
  • Mit grellen Farben um sich werfen. Wenn alles schreit, schreit nichts. Ein Akzent, den Rest runterdimmen.
  • Alles auf einmal ändern. Korrigiere ein Zeichen nach dem anderen, sonst verstehst du nicht, was gewirkt hat. Fang mit dem Akzent und dem Verlauf an.

TL;DR - если коротко

  • KI liefert nicht das Schönste, sondern das Wahrscheinlichste - den Durchschnitt aus dem ganzen Internet. Daher die Websites wie geklont.
  • Erkennungszeichen der Schablone: violett-blauer Verlauf, gesichtslose Schrift, alles zentriert, Emojis statt Icons, drei Karten in einer Reihe.
  • Ein Akzent - hebe nur die Hauptaktion hervor. Den Rest dimmst du runter, und das Auge weiß sofort, wohin es schauen soll.
  • Eigene Palette - eine Akzentfarbe plus ein paar neutrale. Der Default-Verlauf wandert auf den Müll.
  • Luft - leerer Raum steht nicht leer herum, er arbeitet. Hör auf, einfach alles zu zentrieren.
  • Details - Geschmack lebt im Kleinen: einheitliche Abstände, ordentliche Typografie, Icons statt Emojis.

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