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KI-Agenten-Schwarm: wie du mehrere Agenten auf einmal startest

Ein Agent kriecht ewig durch die Aufgabe? Hol die Crew.

KI-Agenten-Schwarm: wie du mehrere Agenten parallel auf ein Projekt loslässt. Git worktree, dmux-Panels und Vorarbeiter DevFleet - ohne Chaos und Zickereien um Dateien.

ECC-Skills in dieser Lektion: dmux-workflowsclaude-devfleet

Was ist ein Agenten-Schwarm in einfachen Worten

Stell dir einen Umzug an einem einzigen Tag vor. Ein Träger schleppt Kartons bis tief in die Nacht - und morgens ist er immer noch nicht fertig. Eine Crew aus vier Leuten dagegen ist bis Mittag durch: einer räumt die Küche, der zweite das Schlafzimmer, der dritte lädt ein, der vierte baut den Schrank vor Ort zusammen. Alle arbeiten gleichzeitig.

Genau das ist ein Agenten-Schwarm. Statt eines einzigen KI-Helfers, der alles nacheinander macht, startest du mehrere. Und jeder schnappt sich seinen Teil der Aufgabe.

Ein Träger mit einem Berg Kartons gegen eine Crew aus vier, jeder trägt seinen Karton
Links - ein Agent nacheinander. Rechts - der Schwarm, jeder mit seinem Teil.

Warum ein Vibecoder mehrere Agenten startet

Du bist Vibecoder. Früher oder später kommt eine Aufgabe, an der ein einzelner Agent quälend lange kaut: „bau mir eine Seite mit Datenbank, Buttons, Bezahlseite und Tests“. Kommt dir das bekannt vor? Wenn du einen Schwarm starten kannst, dann:

  • bekommst du das Ergebnis um ein Vielfaches schneller - vier Teile entstehen gleichzeitig statt hintereinander;
  • verlierst du nicht den Faden - jeder Agent sitzt in seiner kleinen Aufgabe, nicht in einer riesigen, ellenlangen Anweisung „mach alles auf einmal“;
  • verteilst du verschiedene Rollen: einer schreibt Code, der andere prüft ihn direkt;
  • starrst du nicht mehr auf den Bildschirm und wartest, bis der einzige Helfer ins Ziel humpelt.

Mal ehrlich: ein Schwarm ist kein Zauberknopf „4-mal schneller“. Startest du schief, kriegst du vier Agenten, die an einer Datei rumpfuschen und sich prügeln. Deshalb jetzt - wie man es klug macht.

Wie ein Agenten-Schwarm funktioniert: die drei Säulen

1. Aufteilen: zerleg die Aufgabe in unabhängige Teile

Die wichtigste Schwarm-Regel lautet: parallel geht nur, was nicht voneinander abhängt. Wie bei den Trägern - zwei tragen ein Sofa nicht in entgegengesetzte Richtungen.

  • ✅ „Bau die Datenbank“ + „Zeichne die Buttons“ + „Schreib die Texte“ - das sind unabhängige Teile. Schwarm passt.
  • ❌ „Streich die Wand“ + „Tapezier dieselbe Wand“ - das zweite wartet auf das erste. Hier hilft der Schwarm nicht, das wird ein Chaos.

2. Isolation: git worktree gibt jedem seine eigene Kopie

Zwei Agenten gehen gleichzeitig in dieselbe Datei - und überschreiben sich gegenseitig die Arbeit. Chaos. Die Lösung ist simpel: gib jedem seine eigene private Projektkopie.

Dafür gibt es einen cleveren Trick - git worktree . Das ist, als würdest du jedem Träger ein eigenes Zimmer geben: er räumt auf, wie er will, und am Ende führt ihr alles zusammen. Jeder Agent fasst nur seinen eigenen Ordner an. Da gibt es schlicht nichts, worum man sich streiten könnte.

Ein Projekt verzweigt sich in vier Kopie-Zimmer, in jedem ein Agent, danach läuft alles wieder zusammen
Eine gemeinsame Basis → vier isolierte Kopien → Zusammenführung zurück.

3. Vorarbeiter: jemand verteilt und sammelt ein

Ein Schwarm ohne Koordinator ist einfach ein Haufen. Jemand muss die Aufgaben verteilen, den Fortschritt im Blick behalten und die Ergebnisse zusammentragen. Das machst entweder du selbst oder ein spezielles Vorarbeiter-Tool. Dazu gleich mehr.

Zwei Wege, einen Agenten-Schwarm aufzustellen

Es gibt zwei Ansätze. Der erste - per Hand, dafür siehst du alles. Der zweite - überlass es dem automatischen Vorarbeiter.

Weg 1: dmux - Agenten-Panels im Terminal

dmux teilt dein Terminal in mehrere Fenster-Panels. In jedem Panel lebt ein eigener Agent mit eigener Aufgabe. Du siehst buchstäblich die ganze Crew auf einem Bildschirm.

So sieht das live aus:

  • Du drückst n - ein neues Panel erscheint, du schreibst ihm seine Aufgabe.
  • Panel 1: „Bau Login und Registrierung“.
  • Panel 2: „Schreib Tests für die Nutzer“.
  • Panel 3: „Aktualisiere die API-Doku“.
  • Du drückst m - das Ergebnis des Panels fließt zurück in die Hauptsession.

dmux kann nicht nur Claude starten, sondern auch andere Agenten (Codex, OpenCode, Gemini und so weiter). Wenn du willst, setzt du in verschiedene Panels verschiedene Tools. Tipp von den Machern: halt die Zahl der Panels bei 5-6, sonst verdampfen Tokens und Geld vor deinen Augen.

Weg 2: DevFleet - der automatische Vorarbeiter

DevFleet ist schon ein schlauer Vorarbeiter. Du stellst die Aufgabe in Worten, den Rest erledigt er:

  1. Erstellt selbst den Plan - zerlegt „bau eine REST API mit Login und Tests“ in eine Kette von Teilaufgaben (genau das nennt man Projektplanung).
  2. Zeigt dir den Plan - welche Teilaufgaben, was von was abhängt. Du nickst oder korrigierst.
  3. Verteilt die Aufgaben an die Agenten - jeder setzt sich in seine isolierte Projektkopie.
  4. Eine Teilaufgabe ist fertig - ihr Ergebnis fließt von selbst ein, und der nächste Schritt startet von selbst, der darauf gewartet hat.
  5. Alles fertig - du liest einen sauberen Report: welche Dateien geändert wurden, was gemacht wurde, wo Fehler sind, was als Nächstes zu tun ist.

dmux oder DevFleet: was wählen

Nimm dmux, wenn…
  • Du alles mit eigenen Augen sehen willst - jeder Agent in seinem Panel auf dem Bildschirm.
  • Du die Aufgaben schon selbst aufgeteilt hast und sie einfach auf die Panels verteilen willst.
  • Du verschiedene Tools in verschiedenen Panels brauchst (Claude plus Codex usw.).
  • Du gern am Puls bleibst und jederzeit eingreifen willst.
Nimm DevFleet, wenn…
  • Du die Aufgabe in Worten beschreiben willst und sie soll von selbst in Teile zerlegt werden.
  • Die Teilaufgaben sich kettenartig aneinander festhalten - lass den Vorarbeiter selbst die Reihenfolge wahren.
  • Du nicht von Hand überwachen willst - du brauchst Auto-Start und Auto-Merge.
  • Du am Ende einen strukturierten Report brauchst, nicht einen Haufen Panels zum Auseinandersortieren.

Beispiel: ein Agenten-Schwarm für einen Online-Shop

Du sagst einem Agenten: „Bau mir einen Online-Shop - Katalog, Warenkorb, Bezahlseite und Tests für alles“. Der Agent legt brav los und werkelt drei Stunden, macht alles nacheinander. Du sitzt da und wartest. Und wartest. Und wartest noch ein bisschen.

Und jetzt - wie ein Vibecoder das mit einem Schwarm durchzieht. Er sieht, dass Katalog, Warenkorb und Bezahlung größtenteils unabhängige Teile sind, und verteilt sie an die Crew. Jeder kriegt seine eigene Projektkopie, damit sie sich nicht wegen der Dateien verhaken.

Prompt - kopier ihn und probier es aus

Zerlege die Aufgabe „Online-Shop“ in parallele Teile und starte sie als Schwarm.

  1. Prüf zuerst, welche Teile NICHT voneinander abhängen - die kann man parallel machen. Die abhängigen verschieb auf später.
  2. Für jeden parallelen Teil leg eine separate Projektkopie an (git worktree), damit die Agenten nicht dieselben Dateien bearbeiten.
  3. Verteil die Teile so: Agent 1 - Produktkatalog, Agent 2 - Warenkorb, Agent 3 - Bezahlseite.
  4. Gemeinsame Tests und Build mach NACHDEM die Teile fertig sind - das ist ein abhängiger Schritt, den parallelisieren wir nicht.
  5. Halt die Zahl der Agenten bei bis zu 4. Am Ende führ alle Branches zusammen und zeig einen kurzen Report: was gemacht wurde, was geändert wurde, wo noch Probleme sind.
Meme: ein Vibecoder hat 15 Agenten auf eine Datei losgelassen, und sie prügeln sich darum
Mach das nicht. Ein Schwarm ist Arbeitsteilung, kein Knäuel.

Häufige Fehler beim Start eines Schwarms

  • Abhängige Aufgaben parallelisieren. Schritt B wartet auf das Ergebnis von Schritt A - der Schwarm verwirrt nur alles. Mach sie nacheinander.
  • Alle in eine Datei lassen. Ohne separate Kopien (worktree) überschreiben die Agenten sich gegenseitig die Arbeit. Gib jedem sein eigenes Zimmer.
  • Eine ganze Armee aufstellen. 15 Agenten sind nicht 15-mal schneller, sondern 15-mal teurer und 15-mal chaotischer. Halt den Schwarm bei 5-6.
  • Den Vorarbeiter vergessen. Jemand muss die Aufgaben verteilen und das Ergebnis einsammeln - entweder du oder DevFleet. Ein Haufen ohne Koordinator = Chaos.
  • Die Ergebnisse nicht zusammenführen. Die Teile entstanden in verschiedenen Kopien - sie müssen wieder in ein Projekt zusammengeführt werden. Das ist der finale Schritt, den verschläft man leicht.
  • Blind mergen. Bevor du zusammenführst, prüf kurz, was jeder Agent fabriziert hat. Sonst schleppst du fremde Macken direkt ins Hauptprojekt.

TL;DR - если коротко

  • Agenten-Schwarm heißt: mehrere KIs werkeln an verschiedenen Teilen einer Aufgabe gleichzeitig, statt dass eine alles nacheinander wuchtet.
  • Parallel geht nur, was unabhängig ist. Aufgabe B wartet auf das Ergebnis von Aufgabe A? Dann macht der Schwarm nur Murks.
  • Damit die Agenten sich nicht um eine Datei zoffen, kriegt jeder seine eigene Projektkopie per git worktree.
  • dmux - Panels im Terminal, in jedem ein eigener Agent. DevFleet - der Vorarbeiter: verteilt selbst die Aufgaben und sammelt den Report ein.
  • Halt den Schwarm klein, bis 5-6 Agenten. Jeder Agent verbrennt Tokens, und Tokens sind dein Geld.
  • Die Teile entstanden in verschiedenen Kopien - am Ende musst du sie wieder zusammenführen. Das ist das Finale, verschlaf es nicht.

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