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Sampler, Steps und CFG in ComfyUI: die KSampler-Einstellungen

Was die Regler im KSampler machen und wohin du sie drehst, damit aus dem Rauschen ein anständiges Bild wird

KSampler in ComfyUI: was sampler, scheduler, steps, CFG, seed und denoise machen. Welche Werte du als Einsteiger nimmst und warum dein Bild plötzlich zu Matsch oder verbrannt wird.

Der KSampler einfach erklärt

Stell dir einen Zauberofen vor. Du legst ein Stück farbiges Rauschen hinein - genau dieses „Fernseh-Geflimmer“ - und sagst in Worten, was du haben willst. Der Ofen „bräunt“ dieses Rauschen Runde für Runde, entfernt Schritt für Schritt das Überflüssige, und aus dem Geflimmer schält sich ein Bild heraus. Magie? Fast. Nur eben steuerbar.

In ComfyUI heißt dieser Ofen KSampler . Und all diese furchteinflößenden Regler darauf - sampler, scheduler, steps, CFG, seed, denoise - sind einfach Einstellungen für den Backvorgang. Welches Rezept. Wie lange. Wie streng deine Bestellung befolgt wird.

Sieht aus wie das Armaturenbrett eines Raumschiffs. In Wirklichkeit sind es sechs verständliche Regler. Und drei davon fasst du fast nie an.

Ein Zauberofen, in den man farbiges Rauschen legt und ein fertiges Bild herausholt, drumherum sechs beschriftete Regler
Der KSampler ist der Ofen. Du legst Rauschen rein, drehst sechs Regler, holst ein Bild raus.

Warum sich ein Vibecoder mit den KSampler-Einstellungen auskennen sollte

Du bist Vibecoder, kein Neuronale-Netze-Ingenieur. Einverstanden. Aber ohne diese Regler wirst du:

  • Matsch oder Brei bekommen und nicht verstehen, welcher Regler schuld ist;
  • dreimal länger auf die Generierung warten als nötig - weil du „sicherheitshalber“ 60 Steps reingedreht hast;
  • fremde Einstellungen aus YouTube kopieren und sie nicht für deine Aufgabe anpassen können;
  • „irgendwie dasselbe, aber doch anders“ erwischen und rätseln, warum sich das Bild nicht wiederholt.

Die gute Nachricht: Die Default-Werte aus dieser Lektion funktionieren fast immer. Einmal ein Set gemerkt - und du generierst den ganzen Abend, ohne mehr als ein, zwei Regler anzufassen.

Wie der KSampler funktioniert: die sechs Regler im Detail

1. Sampler - das Rezept, wie das Rauschen entfernt wird

Sampler ist die Art, den Teig anzurühren. Der Ofen ist derselbe, aber die Programme sind verschieden: das eine bäckt schnell und chaotisch, das andere langsam und glatt. Auf Qualität, Geschwindigkeit und Stil wirkt sich das durchaus merklich aus.

Da gibt es Dutzende Namen, und Einsteiger schreckt diese ellenlange Liste ab. Zu Unrecht. Dir reichen zwei:

  • euler (oder euler a) - schnell, flink, einen Tick „kreativer“. Perfekt, um eine Idee fix durchzujagen.
  • dpmpp_2m (auch DPM++ 2M) - glatt, stabil, mag Details und Realismus. Das Arbeitspferd für jeden Tag.

2. Scheduler - in welchem Tempo der Ofen abkühlt

Scheduler kommt im Paket mit dem Sampler. Der Sampler beantwortet die Frage, „wie“ das Rauschen entfernt wird - der Scheduler die Frage, „in welchem Tempo“. Am Anfang mit großen Pinselstrichen, gegen Ende mit feinen Strichen.

Und auch hier reicht wieder ein einziges Wort: karras. Die Kombi dpmpp_2m und karras ist der Volks-Standard für hochwertige Bilder. Einstellen - und vergessen.

3. Steps - wie viele Schritte du zum Generieren brauchst

Steps (Schritte) - wie oft der Ofen über das Bild geht und Rauschen entfernt. Zu wenige Schritte - das Bild ist nicht „durchgebacken“, bleibt roh und matschig. Zu viele - du wartest länger, die Grafikkarte heizt auf, und der Nutzen ist fast null.

Hier regiert das Gesetz des abnehmenden Ertrags. Der Unterschied zwischen 5 und 20 Schritten ist riesig. Zwischen 30 und 60 - den siehst du mit bloßem Auge kaum noch.

4. CFG scale - wie streng das Modell auf den Prompt hört

CFG scale ist mein Lieblingsregler. Bei ihm geht es um Gehorsam: wie streng der Ofen verpflichtet ist, deine Bestellung auszuführen.

  • Niedriger CFG (2-4): das Modell fantasiert, hört dir nur mit halbem Ohr zu. Das Bild ist lebendig, driftet aber leicht vom Prompt weg.
  • Mittlerer CFG (6-8): die goldene Mitte. Das Modell hört auf dich und ist trotzdem nicht verkrampft.
  • Hoher CFG (12 und höher): „du hast Bananen-Samurai gesagt - hier hast du deinen Bananen-Samurai“. Oft verbrennt das Bild: knallige Farben, harte Kanten, Artefakte.
Eine CFG-Skala: links ein verschwommenes abstraktes Bild, in der Mitte das perfekte, rechts ein verbranntes mit grellen Farben
CFG von links nach rechts: Eigeninterpretation, goldene Mitte, verbrannt.

5. Seed - warum sich ein und dasselbe Bild wiederholt

Seed ist die Nummer deines Lottoscheins. Aus ihr entsteht das anfängliche Rauschen. Die Regel ist denkbar einfach:

  • Gleicher Seed und gleiche Einstellungen - exakt dasselbe Bild. Rettet dich, wenn du einen guten Treffer erwischt hast und ihn leicht weiterdrehen willst.
  • Neuer Seed - neuer Versuch. Der Prompt bleibt gleich, das Bild wird anders.

In ComfyUI hat der Seed meist einen Modus „fixieren“ oder „jedes Mal ändern“. Während du eine Idee suchst - lass ihn sich ändern. Hast du den goldenen Treffer gefunden - fixier den Seed und dreh nur noch am Rest.

6. Denoise - wie viel Rauschen weggewischt wird (und wozu das in img2img dient)

Denoise - wie viel Rauschen entfernt wird, Werte von 0 bis 1.

  • 1.0 - das gesamte Rauschen wegwischen und das Bild von Grund auf malen. Dein Standardmodus für die Generierung aus Text.
  • Weniger als 1.0 - einen Teil des Ausgangsbildes unangetastet lassen. Das geht schon Richtung img2img: Du nimmst ein fertiges Bild und bittest „arbeite es ein bisschen um“. 0.5 verändert deutlich, 0.2 - berührt es kaum.

Start-Einstellungen für den KSampler: der Spickzettel für Einsteiger

Büffel nicht alles auf einmal. Merk dir dieses Starter-Set - es funktioniert fast überall.

Start-Einstellungen für den KSampler für Einsteiger

Sampler - dpmpp_2m Scheduler - karras Steps - 25 CFG - 7 Seed - Modus zufällig, solange du eine Idee suchst Denoise - 1.0 für die Generierung aus Text

Danach drehst du an einem Regler nach dem anderen: Bild matschig - zieh CFG Richtung 8 oder steps Richtung 30; Farben grell und verbrannt - dreh CFG Richtung 5; guten Treffer gefunden - fixier den Seed, dann ändere den Rest.

Woran du drehst, wenn das Bild matscht oder verbrennt

Dreh ruhig dran
  • CFG - der erste Regler bei „Matsch“ oder „verbrannt“. In Einer-Schritten.
  • Steps - zieh sie Richtung 30, wenn Details fehlen. Über 40 ist fast nutzlos.
  • Seed - klick frei drauflos, das sind kostenlose neue Versuche.
  • Sampler - schalt zwischen euler und dpmpp_2m um, wenn du einen anderen Charakter willst.
Lass besser die Finger davon (als Einsteiger)
  • Denoise bei der Generierung aus Text - lass es auf 1.0, sonst bekommst du Matsch.
  • Exotische Sampler vom Ende der Liste - du verlierst den Abend ohne Gewinn.
  • CFG über 12 „damit er ganz sicher gehorcht“ - macht es fast immer nur schlimmer.
  • Steps an die 100 „für die Qualität“ - das ist verschenkte Zeit und eine heiße Grafikkarte.

Beispiel: wie du ein matschiges Bild ohne Panik reparierst

Du bittest um ein Porträt einer Frau am Fenster. Du startest die Generierung - und das Gesicht ist wie aus Nebel, das Bild matschig, als wäre es nicht durchgebacken. Was macht ein Einsteiger? Er dreht an allem gleichzeitig: wechselt den Sampler, jagt 80 Steps durch, stellt CFG auf 15. Und es wird nur schlimmer - jetzt ist das Gesicht knallig-orange mit harten Kanten.

Und was ist in Wahrheit passiert?

  1. Die Matschigkeit kam von der geringen Schrittzahl - du hättest steps von 8 auf 25 ziehen müssen, nicht auf 80.
  2. CFG 15 hat nicht den „Gehorsam verbessert“, es hat das Bild bis zu Artefakten verbrannt.
  3. Du hast alles auf einmal verändert - und nicht verstanden, welcher Regler was bewirkt hat.

Wie würde ein Vibecoder vorgehen, der im Thema ist: Er stellt das Starter-Set vom Spickzettel ein, generiert, und bewegt danach einen Regler nach dem anderen und schaut auf das Ergebnis. Langweilig? Dafür funktioniert es.

Vorgehen: Regler für Regler nachjustieren
  1. Stell den Default ein - dpmpp_2m, karras, steps 25, CFG 7, denoise 1.0.
  2. Generiere. Gefällt es nicht - ändere EINEN Regler und schau auf den Effekt.
  3. Matschig oder ohne Details - erst steps Richtung 30, hilft das nicht - CFG Richtung 8.
  4. Verbrannt, grell, gebrochene Kanten - CFG runter Richtung 5.
  5. Komposition gefällt, aber die Details fehlen - fixier den Seed und dreh am Prompt nach.
  6. Notier dir die gelungene Einstellungs-Kombi, damit du nicht von vorn suchen musst.

Häufige Einsteiger-Fehler beim KSampler

  • Steps „für die Qualität“ auf hundert hochdrehen. Nach 30 gibt es kaum noch Unterschied - du wartest nur länger.
  • CFG hochjagen, „damit er ganz sicher gehorcht“. Über 8-10 fangen meist das Verbrennen und die Artefakte an.
  • Denoise bei der Generierung aus Text drehen. Sollte 1.0 sein, sonst bekommst du Matsch.
  • Alles auf einmal ändern. Danach verstehst du nicht, welcher Regler gewirkt hat. Beweg einen nach dem anderen.
  • Den Seed nicht fixieren. Den perfekten Treffer erwischt, auf Generieren geklickt - und er ist für immer weg.
  • Angst vor der Sampler-Liste haben. Du brauchst zwei: dpmpp_2m und euler. Den Rest - wenn du dich eingearbeitet hast.

TL;DR - если коротко

  • KSampler - der Ofen, in dem aus Rauschen ein Bild „gebacken“ wird. Sechs Regler steuern den Backvorgang.
  • Sampler + scheduler - das Rezept für den Teig. Sichere Starter-Kombi: dpmpp_2m und karras.
  • Steps - wie oft der Ofen über das Bild geht. 20-30 reichen fast immer, mehr ist fast verschenkt.
  • CFG - wie wörtlich der Prompt befolgt wird. 6-8 ist Gold. Zu viel verbrennt, zu wenig wird zur Eigeninterpretation.
  • Seed - deine Losnummer in der Lotterie: gleicher Seed = gleiches Bild.
  • Denoise ist fast immer 1.0. Den drehst du nur in img2img - und ganz bewusst.

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